Lein-Mehl

Leinmehl ist ein Jungbrunnen

Leinmehl besteht aus dem gemahlenen Leinkuchen, den Hüllen des Leinsamens (die Pflanzenstoffe, die nach dem Pressen des Öls übrigbleiben). Die Trennung von Öl und Faserstoffen hat den Vorteil, dass das Leinmehl haltbar ist im Gegensatz zum Leinschrot, der jeweils immer frisch für den Verzehr gemahlen werden muss.

Lange Zeit wurde Leinmehl verkannt, galt als unattraktiv und wurde eher als Tierfutter benutzt. Erst die jüngsten medizinischen Studien verhalfen ihm zu neuer Anerkennung.

Denn in dem Leinmehl sind (abgesehen von den essentiellen Ölen, von denen nur noch winzige Reste verbleiben) all die wichtigen Phytohormone, Spurenelemente und Ballaststoffe der Leinpflanze enthalten. Die Phyothormone (Lignane) sorgen als Antioxydantien für die Gesundheit der Körperzellen  und verbessern zudem den Energiestoffwechsel der Zellen. Als pflanzliche Östrogene sorgen sie als wahre Schönmacher für ein gesundes und glattes Hautbild, sie können Fältchen vermindern, indem sie die Kollagenbildung in der Haut wieder anregen, und die Haarstruktur verbessern. Die Ballaststoffe verhelfen mit der besonderen Quellfähigkeit zu Gesundheit und Wohlbefinden im Magen-Darm-Trakt. Entzündungen und Reizungen wird entgegengewirkt, die Verdauung und Darmperistaltik wird optimiert. Alles in Allem kann man das Leinmehl als optimales und preisgünstiges Anti-Aging-Mittel betrachten.

Dosierung von Leinmehl

Um die optimale Wirkung herauszuholen, sollte man dasLeinmehl, Wasserglas Leinmehl täglich “eher pur” zu sich nehmen (auch damit sich der Schleim im Magen-Darm-Trakt bilden kann). Hierzu 2 Teelöffel bzw. 1 EL Leinmehl in ein Glas Wasser geben, verrühren, sofort trinken und mindestens 1-2 Glas Wasser oder Flüssigkeit hinterher trinken (Milch zählt nicht dazu) . Ansonsten kann das Leinmehl  aber auch ins Müsli, in Quark, Joghurt etc. gerührt werden (hierbei quillt es schon vorher auf und vergrößert das Volumen).  Und auch hier sollte man darauf achten, die ausreichende Menge an Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Das Leinmehl lässt sich auch gut zum Kochen oder Backen verwenden. Der leicht nussige Geschmack  von Leinmehl ist eine sehr angenehme Geschmacksbereicherung für z.B. Pfannkuchen, Blinies, Kuchenteig oder Gemüsebratlinge.

 

Was man bei der Einnahme von Leinmehl beachten sollte

  1. Bei Neigung zu oder gar akutem Ileus (Darmverschluss), Stenosen (Verengungen), Einrissen und Ausbuchtungen im Darm dürfen diese Produkte auf keinen Fall eingenommen werden. Sie quellen auf und es besteht dann die Gefahr einer Verklumpung.
  2. Leinsamen können eingenommen Medikamente binden und damit die Wirkung beeinflussen (mindern). Aus diesem Grund sollte  eine deutlich zeitversetzte Einnahme zwischen Medikamenten und Leinmehl / Leinsamenschrot erfolgen.

 

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